






VoIP, was ist das?
Ein Verfahren zur Übertragung von Sprache in einem Netzwerk das IP (Internet-Protokoll)als Übertragungsprotokoll verwendet. Die Sprachinformationen werden in kleine Pakete zerteilt und zum Empfänger versandt.
• Bisher leitungsvermittelt jetzt paketvermittelt
• Voraussetzungen:
–IP-Dateninfrastruktur, die QoS unterstützt
–IP-fähiges TK-System
Seit mehr als 9 Jahren ist das Thema Voice over IP nunmehr aktuell. Für den Anwender ist durch die zahlreichen Aktivitäten der Anbieter in dieser Zeit jedoch nicht mehr Transparenz und Klarheit eingetreten.
Abhängig von der Herkunft des Anbieters wird der Nutzer mit unterschiedlichen Produktstrategien konfrontiert. Während die Anbieter und Consulter aus dem Bereich der Datentechnik (LAN-Ausrüster wie Cisco, 3Com usw.) eine schnelle und umfassende Umstellung auf IP-Telefonie propagieren, argumentieren die Anbieter aus den Kreisen der traditionellen TK-System-Hersteller (Siemens, Alcatel, Avaya-Tenovis, DeTeWe usw.) für eine verhaltene Migration über die bisherige TK-Schiene.
Vor der Entscheidung für eine neue TK-Infrastruktur muss der Anwender daher genau abwägen und die Argumente beider Seiten genauestens prüfen, um nicht erhebliche wirtschaftliche, organisatorische und technische Nachteile in Kauf zu nehmen. Grundsätzlich müssen die eigenen Belange im Vordergrund stehen und nicht die verständlicherweise einseitigen Interessen der jeweiligen Hersteller. Darauf gehen Anbieter im Rahmen der Vertriebsargumentation in der Regel nicht ein.
Zahlreiche Aussagen in diesem Zusammenhang sind sehr pauschal und nur schwer nachvollziehbar. Besonders fällt auf, dass bei Kostenvergleichsrechnungen teilweise mit Preisangaben gearbeitet wird, die der Realität nicht entsprechen.
Auch für dieses Problem gibt es - wie so oft - keine Patentlösung. Es ist daher umso wichtiger, dass sich der Anwender alle erforderlichen Informationen beschafft, die ihn in die Lage versetzen, eine für seine Belange im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und technische Leistungsfähigkeit optimale Lösung zu realisieren.
Bei der Voice over IP-Technologie gibt es zwei unterschiedliche Lösungsansätze
Serverbasierende Systeme:

Hierbei handelt es sich um Softwarelösungen, die z. B. auf einem Windows-Server laufen. Als Endgeräte werden entweder spezielle IP-Telefone unterschiedlichster Konfiguration oder direkte PC-Anwendungen angeboten. Zur Anbindung von analogen Anschlüssen und Amtszugängen müssen Gateways eingesetzt werden. Nachteilig ist, dass langjährig eingeführte Schnittstellen aus der bisherigen Telekommunikationswelt teilweise nicht realisierbar sind. Diese Systeme wurden anfänglich hauptsächlich von Herstellern bzw. Vermarktern von Datenequipment vertrieben.
Mittlerweile wird diese Technologie aber auch von den Herstellern bzw. Vermarktern von TK-Systemen vertrieben. Diese bieten teilweise als Gateways (Voice-Gateway), IP-Hybrid-System an. Vorteilhaft ist, dass hierdurch wesentlich mehr Leistungsmerkmale und Schnittstellen aus der Telekommunikationswelt realisiert werden.
IP-Hybrid-Systeme:

Die zweite Lösung sind IP-Hybrid-Telekommunikations-Systeme. Diese verfügen über alle Schnittstellen der bisherigen Telekommunikations-Welt und auch über die entsprechenden Leistungsmerkmale und haben zusätzlich eine Ethernet-Schnittstelle zur Anbindung in das Datennetz, so dass auch Voice over IP-Endgeräte betrieben werden können. Die Leistungsmerkmale zwischen bisherigen digitalen Endgeräten und VoIP-Geräten sind hierbei gleich.
Bei beiden Varianten besteht die Möglichkeit, die Systeme auch als Netzgruppe aufzubauen und die erforderlichen Verbindungen über das Datennetz herzustellen.
Generell werden bei beiden Strukturen neben den genormten Protokollen auch herstellerspezifische Protokolle zusätzlich eingesetzt, um den seit Jahren eingeführten hohen Telefonkomfort der heute genutzten TK-Systeme mit seinen vielen Leistungsmerkmalen nach wie vor zu gewährleisten. Durch diese Tatsache ist für den Kunden auch weiterhin eine enge Herstellerbindung gegeben.
Um Voice over IP-Endgeräte zu betreiben, müssen seitens des Datennetzes entsprechende Vorleistungen vorhanden sein (ausreichende Bandbreite, Quality of Services).
Des Weiteren muß die Stromversorgung der Endgeräte, da diese nicht wie bei herkömmlichen Telekommunikations-Systemen von der Zentraleinheit versorgt werden, sichergestellt sein. Hierzu gibt es unterschiedliche Lösungsansätze, wie der Einsatz von Stecker-Netzgeräten an den Endgeräten, Power over Ethernet über aktive Komponenten oder über Patchpanel, wobei zu beachten ist, dass die Endgeräte bei Stromausfall nicht funktionsfähig sind, es sei denn, diese sind über unterbrechungsfreie Stromversorgungen abgesichert. Zusätzlich ist zu beachten, dass die VoIP-Endgeräte nur über Kupferanschlüsse (Ethernet/Fast-Ethernet ) verfügen, so dass bei Lichtwellenleiter, eine Anschaltung nicht problemlos möglich ist und entsprechende Konverter eingesetzt werden müssen.
Vorteile VoIP
Der Vorteil beim Einsatz von VoIP an Stelle herkömmlicher getrennter Telefon- und Datendienste liegt in der erhöhten unternehmensinternen Flexibilität, computerintegrierte Telefonielösungen und der Einsatz von Unified Communication.
Diese optimieren die Kommunikation und führen zu Synergieeffekten.
Weitere Einsparpotenziale liegen im Bereich der Wartung und des Managements von nur noch einem gemeinsamen Netz.
XML (eXtensible Markup Language) bietet Funktionen für IP-Telefone, die über die Möglichkeiten von herkömmlichen TK-Anlagen hinausgehen.
Die Marktforschungsinstitute sind sich einig, dass IP-Kommunikation die Sprachübertragung der Zukunft sein wird, wenn diese Technologie auch zu marktgerechten Preisen angeboten wird.
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