
Digitale Festverbindungen
¨ S02 (2 B + 1 D)
- Protokoll herstellerspezifisch, DSS1 und QSIG
¨ 2 Mbit/s E1-Schnittstellen (G.703/G.704)
- Anschlüsse 4-Draht Cu
- Anschlüsse LWL Multimode und Monomode
- Protokoll herstellerspezifisch, DSS1, DPNSS und QSIG
T-Systems Business Service hat ihren Kunden zum 30. September 2008 die analogen Standard-Festverbindungen gekündigt. Das gleiche Schicksal droht den digitalen Festverbindungen kleiner 2 MBit/s bis zum Ende des nächsten Jahres.
Bei den gekündigten Verträgen handelt es sich um festgeschaltete analoge Übertragungswege, sogenannte Leased Lines. Diese Standardfestverbindungen erlauben eine sichere und schnelle Daten- und Telefonverbindung der Unternehmen mit ihren Filialen und zwischen Außenstellen untereinander.
Von der Kündigung der Verträge durch T-Systems Business Service sind mehr als 100 000 Unternehmen in Deutschland betroffen. Sie sollen auf die teureren digitalen Services umsteigen.

Einzelne kleinere Standorte können über Euro ISDN Wählverbindungen virtuell in das Netz eingebunden werden. Die Funktionen und Eigenschaften der homogenen Vernetzung sollen auch über diese Wählverbindungen durch Übertragung des herstellerspezifischen Vernetzungsprotokolls gewährleistet werden.
Bei einem Verbindungswunsch soll eine Wählverbindung zum gewünschten Standort aufgebaut werden. Der B-Kanal soll für die Übertragung des herstellerspezifischen Vernetzungsprotokolls genutzt werden. Nach Austausch der Signalisierungsinformationen soll ein zweiter B-Kanal für die Übertragung der Sprache aufgebaut werden. Weitere Verbindungen zum gleichen Standort erhalten jeweils einen weiteren B-Kanal für die Sprachübertragung, die zugehörige Signalisierung erfolgt im gemeinsamen Signalisierungs-B-Kanal. Sind alle Verbindungen beendet, soll auch der B-Kanal für das Vernetzungsprotokoll abgebaut werden.
Vorrausetzung für diese Variante ist jedoch, dass auch bei den kleineren Stadtorten größere Telekommunikationssysteme eingesetzt werden, die das herstellerspezifische Vernetzungsprotokolls der Hauptanlag gewährleistet.
Sollten an den kleineren Standorten ISDN- Mehrgeräteanschlüsse, als Amtszugänge, eingesetzt sein, dann müssen diese gegen ISDN-Anlagenanschlüsse getauscht werden, was auch eine Rufnummeränderung mit sich bringt.
Vernetzung über Ethernet / Fast Ethernet Schnittstelle mit TCP /IP Protokoll (MPLS)
Die Telekommunikationssysteme können über ein vorhandenes LAN / WAN mit dem Voice over IP Dienst vernetzt werden.
Zwischen den vernetzten Telekommunikationssystemen stehen systemübergreifend alle Funktionen transparent zur Verfügung.
Zur Sicherung einer optimalen Sprachqualität sollten die LAN-Komponenten, in den Außenstellen, auch QoS unterstützen.
Alle Standorte die im MPLS-Netz eingebunden sind, sollten daher hierüber auch für den Sprachdienst vernetzt werden.
Neben der IP-Anbindung sollten die Standorte aber auch über einen eigenen Übergang zum öffentlichen Telefonnetz verfügen. Beim Ausfall oder einer temporären Überlastung der Verbindung zum Call Server werden die Signalisierungsdaten über das Telefonnetz geleitet. Bei Ausfall der IP-Anbindung kann die abgesetzte Anlage autonom weiterarbeiten. Leistungsmerkmale stehen im vollen Umfang zur Verfügung.

Um die vorhandene Bandbreite besser auszunutzen kann man die Sprachverbindungen über die verschiedenen Kompressionsverfahren herstellen.
Sprach Kompressions-Algorithmen:
G.711 (64kbit/s) Unkomprimiert - Beste Sprachqualität
Bandbreite Ethernet 85 kbit/s.
G.729A (8kbit/s) - Sehr gute Sprachqualität
Bandbreite Ethernet 29 kbit/s.
G.723.1 (6.3kbit/s) - Normale Sprachqualität
Bandbreite Ethernet 27 kbit/s.
